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Dům Módy – Haus der Mode

Dům módy – Haus der Mode

Die Ausstellung „Dům módy“ („Haus der Kunst“) befasst sich mit der Frage von Fast Fashion, dem Phänomen der schnellen Mode, die unter anderem die Umwelt belastet und Druck auf die Sozialverhältnisse in Produktionsländern der sogenannten „Dritten Welt“ ausübt. Das Projekt der Galerie Hraničář befasst sich aber nur mit Mode oder den direkten ökologischen und sozialen Auswirkungen der Modeindustrie. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf der Schnelligkeit, die mit der Produktion und dem Konsum von Mode verbunden ist, und welche sich langsam zu einer typischen Charakteristik unserer ganzen Gesellschaft ausweitet. Die einzelnen Werke und Projekte zeigen, inwiefern diese Schnelligkeit der Billigmode unser tägliches Leben beeinflusst.

Im Rahmen des Ausstellungskonzepts, verwandeln sich die Ausstellungsräume der Galerie Hraničář teilweise in ein verlassenes Geschäft einer anonymen Ladenkette. Mit ihren Projekten werden die Ausstellungsräume von den eingeladenen Künstlern wiederbelebt. Iva Polanecká, zum Beispiel, hat eine Tonkulisse aus den Geräuschen gestaltet, die bei der Bearbeitung von Textilien entstehen – als Kontrast zu der Tanzmusik die im Geschäft zum sorgenfreien Einkaufen einlädt. Fast Fashion besetzt daher nicht nur den physischen Raum, sondern auch den Raum unserer Vorstellung. Das Projekt von Jan C. Löbl zeigt, dass die Mode auch beeinflusst, wie wir uns selber sehen. Wir sind Objekte von Mode und Marketing, welche nicht nur ein visuelles und körperliches Ideal schaffen, sondern auch unsere Zeit organisieren und sie ihrer Schnelligkeit unterordnen; wir kaufen immer neuere Mode von immer geringerer Qualität. Die Isländische Künstlerin Guðlaug Mía Eyþórsdóttir verlegt dieses Spiel mit Möglichkeiten und Ästhetik noch weiter auf eine abstrakte und digitale Ebene. Ihre Installation spielt nicht nur mit Form, sondern heißt uns in einer virtuellen Welt willkommen, in der die Grenzen zwischen unserer Identität und dem Bild, zwischen Möglichkeiten und Grenzen, zwischen Kunst und Mode verschwinden. Romana Drdová betrachtet die immer engere Verflechtung zwischen Mode und unserem Körper, und fragt, ob die Zukunft dem synthetischen, unmenschlichen Körper der Mode gehört. Aber zur gleichen Zeit erkundet ihre Installation, die an eine Ausstellung von Waffen erinnert, die Frage, ob wir Mode auch als eine Waffe verstehen sollten und inwiefern wir die Kunst mit Elementen der Mode ausrüsten können, ja sogar müssen.

Jeden Monat entsteht ein neu geschaffenes Projekt. Die zeitweiligen Interventionen im ersten Stockwerk des Hauses der Mode bringen neue Einblicke und bestimmen die Dynamik der Ausstellung, indem sie ihren Lebenszyklus beschleunigen oder verlangsamen. Sie sind so etwas wie ein Schaufenster, das in die Ausstellung einlädt. Im Rahmen der Ausstellung präsentieren wir vier alleinstehende Interventionen. Die Künstler Lu Jindrák Skřivánková, Markéta Kinterová, David Krňanský und Marie Hladíková werden bewusst in den schon fertigen Diskurs der Ausstellung intervenieren. Es wird ein Abenteuer sein, zu sehen, in welche Richtung sich die Rezeption der Ausstellung verschiebt.

Die Ausstellung bietet ein volles Begleitprogramm: Vorlesungen, öffentliche moderierte Debatten, Programme für Schulen, Workshops, Film-Vorstellungen, Konzerte und Theater.

Die Ausstellung und das Begleitprogramm wurden konzipiert in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hygiene-Museum in Dresden, welches ein offenes Diskussionsforum für alle, die sich für die kulturelle, soziale und wissenschaftliche Veränderung der Gesellschaft am Anfang des 21. Jahrhunderts interessieren, darstellt. Der öffentliche Saal „Hraničář“ besitzt das gleiche Ziel, ein Zentrum oder Haus der Kultur zu werden, welches die örtliche Gesellschaft und breite Öffentlichkeit bereichert. Die Zusammenarbeit dieser Institutionen verläuft im offenen Dialog und durch die Kombination von thematischen Ausstellungen, von denen das erste dieser gemeinsamen Projekte sich mit dem Verhältnis zwischen Mode und zeitgenössischer Kunst befasst, mit einem Schwerpunkt auf Fast Fashion.

Ausstellende Künstler
Ninna Berger, Romana Drdová, Guðlaug Mía Eyþórsdóttir, Juliana Höschlová, Adam Chmiel, Barbora Kleinhamplová, Jan C. Löbl, Štefan Pecko, Iva Polanecká, Dorota Sadovská, Michaela Spružinová, Marek Šefrna, Nik Timková, Ivana Zochová.

Einmonatige Interventionen:
Lu Jindrák Skřivánková, Markéta Kinterová,
David Krňanský, Marie Hladíková.

Öffnungszeiten der Galerie Hraničář
Mo-Fr : 15:00–19:30, So: 13:00–18:00

Projekt konzipiert von
Richard Loskot

Kuratoren
Václav Janoščík, Martina Johnová, Tereza Chaloupková

Begleitprogramm
Jana Baierová, Pavlína Loskotová, Tereza Haspeklová, Miloš Makovský a kolektiv Hraničáře

Produktion
Ondřej Klein
Dita Hylmarová
Aleš Loziak

Ausstellungsarchitekt
Tomáš Petermann

Fotografie
Tomáš Lumpe

Grafik
Ondřej Jiráska

Installation
Oldřich Dvořák
Vít Ševčík
Jiří Hölzl

Dank
Magda Gurská
Mischa Babel
Martin Dedek
Ondřej Janek
a dobrovolníci

Die Veranstaltung unterstützen

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