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Wie beeinflusst die Lithiumgewinnung das Leben in der Ústí-Region?

Mit dem Start unseres Blogs gibt es gleich das erste Thema, mit dem sich Media Lab letzten Monat befasst. Dieser Artikel sollte als Leitartikel dienen, der die Problematik der Lithium-Förderung in der Ústí-Region andeutet. Das ganze Thema erreicht seinen Höhepunkt am Sonntag 30. April in der Galerie Hraničář auf dem Sonntäglichen Gedankenpicknick, wo eine von den Fachleuten geführte Diskussion verläuft.

Die Ústí-Region gilt allgemein als eine arme Region, in der es nur wenige Arbeitsmöglichkeiten und niedrige Lebensqualität gibt. Es wird immer mehr über den versteckten Schatz gesprochen, der die Situation in der Region in der Zukunft sehr viel beeinflussen könnte. Die Rede ist natürlich vom Lithiumabbau. Jedoch es ist nicht alles Lithium was glänzt. Auch dieses Thema sollte man kritisch betrachten.

Was ist Lithium?

Lithium ist ein edles Leichtmetall, der vollkommen Strom und Wärme leitet. In den letzten Jahren steigt seine Popularität (und vor allem sein Preis) der Fossilbrennstoffe zu Lasten. Lithium wird für die Batterie-Produktion verschiedener Elektrogeräte von Handys bis zu Elektromobilen verwendet. Die E-Mobile erleben zurzeit einen riesigen Boom und man zählt auf sie als einen Ersatz für die Brennstoffmotoren.

Außerdem kann man Lithium dank seinen Leitungseigenschaften auch in der Atomkraftwerkenergetik verwenden, seine organische Salze werden hingegen für Medikamente benutzt. Es handelt sich um einen Rohstoff, der in heutiger Welt ein großes Potenzial hat.

Wo liegt der Schatz?

Eine große Lagerstätte von Lithium liegt unter Cínovec (Zinnwald), Bezirk Dubí. Wie groß ist sie? Bis zu 6 % der weltweiten Vorkommen, weswegen es sich um die größte Lagerstätte von diesem Metall in Europa handelt. Die Schätzungen der Gesellschaft Geomet sprechen über 6,5 Millionen Tonnen. Sollen wir mit dem aktuellen Preis 9.000 Dollar pro Tonne rechnen, handelt es sich um die Summe 1,5 Billionen Kronen.

Wer hat Interesse?

Wo großes Geld in Frage kommt, dort kann man auch große Firmen finden, die bereit sind möglichst viel an sich zu raffen. Zurzeit hat die Lizenz für Untersuchung der Lithium-Lagerstätte unter Cínovec die Firma Geomet. Der Besitzer dieser Firma ist der australische Gigant European Metal Holdings. Höchstwahrscheinlich fällt später die Gewinnung zur Firma Geomet.

Der nächste Interessent ist dann die „Cínovecká deponie“, die ein Teil des RSJ Fonds ist, wo einer der größten Investor der Milliardär Karel Janeček ist. Der interessiert sich für den alten Klärteich nach der vorigen Zinngewinnung, wo sich eine Menge von Lithium befinden sollte. Jedoch im Vergleich zu den Tieflagerstätten handelt es sich hier um eine geringere Menge.

Das ist natürlich nicht alles. Das Interesse zeigten auch die Gesellschaft von der ehemaligen amerikanischen Außenministerin Albrigth Stonebirdge Group oder Elon Musk – amerikanischer Milliardär und Bahnbrecher auf dem Gebiet der Energetik und Elektromobile.

Was bekommt der Staat?

Falls die Firma Geomet tatsächlich die Tiefgewinnung beginnen würde, würde sie der Gemeinde Dubí nur die Gebühre für Nutzung des Raumes und für das gewonnene Mineral bezahlen. Pro Jahr würde es nur ein paar Millionen betragen, was in Bezug auf den steigenden Preis von Lithium fast ein Almosen ist. Die Lithium-Förderung würde jedoch unbestritten viele Arbeitsplätze bringen.

Wie beeinflusst die Gewinnung die Umwelt?

Die Gesellschaft Geomet sollte zuerst eine Studie über Auswertung des Einflusses auf die Umwelt ausarbeiten. Die Lagerstätte befindet sich in der Seite des Berges, deswegen sollte die Auswirkung auf die Landschaft nicht grundlegend sein. Jedoch wegen der Lithium-Förderung und Bearbeitung wird es nötig eine bestimmte Infrastruktur zu schaffen. Für die Beförderung von Lithium kommt zum Beispiel eine Seilbahn in Frage.

Eine Einladung zum Schluss

Wie man sehen kann, die Lithiumgewinnung ist für die Ústí-Region ein wichtiges Thema. Leider ist die Öffentlichkeit nicht viel informiert und die Fakten sind unterschiedlich. Es ist nicht in unserer Kapazität oder Bemühung eine Fachstudie auszuarbeiten und der Seite Für oder Dagegen beistimmen. Wir möchten aber gerne die Öffentlichkeit informieren und zu diesem Thema eine Diskussion, die von Fachleuten geleiten wird, in Bewegung setzen.

Sie sind deswegen herzlich willkommen und eingeladen zum Sonntäglichen Gedankenpicknick in Hraničář, das am Sonntag 30. April 2017 stattfindet. Das Hauptthema wird eben die Lithium-Förderung in der Ústí-Region sein. Reden werden Tomáš Sivíček, Direktor des Innovationszentrum der Ústí-Region (Inovační centrem Ústeckého kraje) und Julius Janáček (Redaktor der Zeitung Ústecký deník).

Lukáš Pokorný