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Media lab, künstlerische Projekte, Begleitprogramm

Das Multigenre-Projekt, welches eine Ausstellung moderner Kunst, ein Begleitprogramm sowie die Plattform Media Lab beinhaltet, wird traditionell als Zusammenarbeit zwischen Veřejný sál Hraničář (dt. Öffentlicher Saal Hraničař) und dem Deutschen Hygienemuseum Dresden konzipiert. Die Frage Wie kann man sich verstehen? bezieht sich auf unablässiges Abwägen, der Entfaltung neuer Standpunkte, der Suche nach den passendsten Antworten und der Überprüfung bestehender Dilemma. Es reicht uns nicht, einfach festzustellen – wir wollen fragen. In Hinblick auf die sich täglich ändernde Umwelt, reiche kulturelle Einflüsse und die ständig wachsende Rolle moderner Technologien fühlen wir uns dafür verantwortlich, uns mit Problemen und Änderungen der zwischenmenschlichen Kommunikation zu befassen, die unsere Beziehungen beeinflussen. Im Rahmen des ausgesuchten Themas konzentrieren wir uns besonders auf die Bereiche online communities, soziale Netzwerke und globale Medienplattformen.

Wir haben als Format eine Ausstellung gewählt, die sich bewegen wird, wo einzelne Projekte im Verlauf aktualisiert werden und neu entstehen – alles in Einklang mit den sich schnell ändernden Zeiten. Die erste Etage, das sogenannte Media Lab, wird zum Entwicklungslabor der Idee. Sie beginnt in der Galerie Hraničář als Experiment und als Plattform zum Teilen von Fertigkeiten, Kenntnissen, Ideen und wird zugleich das Umfeld für unabhängiges Schaffen und einen allseitigen Dialog. So entsteht Raum zur Sammlung und zum Austausch von Informationen, genauso wie die Möglichkeit interessante Bindungen zwischen dem Betrachter, Grafiker, Fotograf, Kurator, Soziologen und vielen anderen herzustellen und zu stärken. Die Einrichtung des Labors übernimmt ein Kollektiv junger Kreativer aus Ústí, welches monatlich um einen geladenen Gast wächst, der Teil des aktuellen Begleitprogramms wird.

Nach einer bestimmten Zeit wird eine weitere Ebene in diese drei Kunstprojekte einbezogen. Das Werk Jako z filmu (dt. Wie aus einem Film) von Tomáš Svoboda macht auf die Intervention massenmedialer Strategien nicht nur ins Privatleben aufmerksam. Welche Rolle spielt das bewegte Bild in unseren Leben, wo es dank der technischen Entwicklungen überall anwesend ist? Das Format Film verbreitet Möglichkeiten unserer Realität, wird Teil des kollektiven Gedächtnisses und zum reichen Quellenarchiv. Jiří Žák kritisiert in seiner video-essayistischen Arbeit ausgesuchte gesellschaftliche Phänomene, wendet sich dem politischen Geschehen zu und der nahen Vergangenheit. In Lovcova noc (dt. Des Jägers Nacht) beschäftigt er sich mit dem Thema Informationsverteilung und der Formen der heutigen Berichterstattung. Der Anspruch medialer Alphabetisierung von Bildern wächst weiter – demgegenüber sind Menschen voller Skepsis, denen dieser aktuelle Stand der Dinge nicht gefällt, aber die auch wissen, dass sie keine Wahl haben, dass sie diesbezüglich nichts tun können. Der deutsche Künstler Markus Draper interessiert sich für das Thema Konflikte und emotional aufgeladene Dramen, die Geschichten von Menschen erzählen. In seinem Projekt Copy cat arbeitet er mit dem Vermächtnis legendärer Filme wie Scream oder Matrix, in denen ein Telefon zur Quelle bzw. zum Mittel der Flucht wird. So stehen am Anfang der Zweifel an neuen Technologien unbeabsichtigt die Fragen nach ihren Einflüssen.

Die Halbjahresausstellung wird durch ein mit kommentierenden Vorlesungen, moderierten öffentlichen Diskussionen, Animationen für Schulen, Workshops, ausgewählte Filmprojekte Konzerte und Theatervorführungen gefülltes Begleitprogramm belebt.

Die Konzeption der Ausstellung und des Begleitprogramms entsteht in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hygienemuseum Dresden, welches sich als offenes Diskussionsforum für alle präsentiert, die sich für kulturelle, soziale und wissenschaftlichen Veränderungen in der Gesellschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts interessieren. Veřejný sál Hraničář hat die gleiche Vision, ein Kulturzentrum bzw. Haus zu werden, welches einen Teil zur geistigen Bereicherung der örtlichen Gemeinschaften und der breiten Öffentlichkeit beisteuert.

Ausstellende Künstler /
Markus Draper, Tomáš Svoboda, Jiří Žák

Projekt konzipiert von / Richard Loskot
Kuratorenteam / Martina Johnová
Visuelle Stil / Aleks Hue
Fotograf / Tomáš Lumpe
Installationsteam / Oldřich Dvořák, Karel Ondrášek, Karim Tarakji

Media Lab / Magdalena Gurská, Tomáš Lumpe, Lukáš Pokorný a hosté
Begleitprogramm / Veronika Cíhová, Tereza Haspeklová, Anne Liebscher, Pavlína Loskotová, Ivana Zochová, studenti Katedry germanistiky FF UJEP a kolektiv Hraničář
Danksagung / Robert Vlasák a studenti Ateliéru Přírodní materiály

Vernissage / 14. 3. 2017 od 19 h
Die Ausstellung dauert von 15. 3. bis 15. 7. 2017

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Galerie Hraničář
Prokopa Diviše 7, Ústí nad Labem
Czech Republic

Öffnungszeiten der Galerie Hraničář
Di., Mi. : 13:00–19:30
Do., Fr., So.: 13:00–18:00
Mo., Sa.: Geschlossen
Eintritt frei.

W: www.hranicar-usti.cz
E: galerie@hranicar-usti.cz
F: https://facebook.com/galerie.hranicar/

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